Radwandern auf dem Dümmerdeich

Silberreiher sind regelmäßig am Dümmer

Im April leuchten die Sumpfdotterblumen an den Gräben

Radwanderung um den Dümmer

Eine Radwanderung um den Dümmer ist ein besonderes Naturerlebnis, wobei jede Jahreszeit ihre eigenen Reize hat. Im Frühling tobt das Leben in den noch nassen Wiesen, die Wiesenvögel prägen jetzt mit Balz, Brut und Aufzucht ihrer Jungen das Geschehen. Auf den nassen Wiesen und an den Grabenrändern zaubern die gelben Sumpfdotterblumen und das weiße Wiesenschaumkraut einen einen farbigen Hauch in die Niederung.

Im Sommer ist das Brutgeschäft vieler Vogelarten abgeschlossen. Die Wiesen sind weitgehend abgetrocknet und werden landwirtschaftlich genutzt. Jetzt sieht man öfter große Starenschwärme. Weißstörche oder Silberreiher sind aufgrund ihres weißen Gefieders und ihrer Größe leicht erkennbar.

Zum Herbst wird es wieder deutlich lebhafter am Vogelhimmel. Die nordischen Gäste, vor allem Bläß- und Saatgänse treffen am Dümmer ein, um hier den Winter zu verbringen. Große Kranichtrupps ziehen von ihrem Rastplatz in der Diepholzer Moorniederung über den Dümmer weiter nach Südwesteuropa.

Der Winter gehört den Rastvögeln. In der Niederung halten sich dann bis zu 30.000 Gänse und 70.000 Entenvögel auf. Im Frühjahr beginnt der Zyklus von vorne.

Eine empfehlenswerte Radtour um den Dümmer Tour ist rund 30 km lang, führt ausschließlich durch ebenes Gelände und verläuft auf verkehrsarmen oder autofreien Wegen. Wer Gas gibt, schafft die Strecke natürlich in 1,5 Stunden. Wer die Tour genießen möchte und zwischendurch auch einmal innehalten möchte um die Natur zu beobachten sollte allerdings mehr Zeit mitbringen. Man kann hier locker fünf spannende Stunden auf dem Rad verbringen.

Wer vom Schäferhof startet, radelt zunächst quer durch das Ochsenmoor zur Naturschutzstation. Auf dem Weg dorthin passiert man die nassesten Wiesenflächen der Niederung wo mit etwas Geduld immer Vögel beobachtet werden können.

Von der Naturschutzstation führt die Rundtour weiter in den Ferienort Hüde. Ab Hüde geht es weiter auf dem Dümmerdeich immer in Sichtweite des Wassers. Vorsicht: an schönen Sommertagen herrscht hier reger Ausflugsbetrieb, Fußgänger haben auf dem Deich Vorrang!

Im Lembruch lädt das Dümmer-Museum zum Besuch ein. Am Nordufer des Dümmers empfiehlt sich ein kurzer Abstecher zum Vogelbeobachtungsstand im Osterfeiner Moor. Witterungsgeschützt und gut getarnt können von hier aus zahlreiche Vögel am Gewässer und auf den anliegenden Wiesen beobachtet werden.

Entlang der Nordbucht des Sees gelangt man schließlich zum Olgahafen, dem touristischen Zentrum am "oldenburgischen" Ufer. Im nahe gelegenen Ort Dümmerlohausen hat man die Möglichkeit in der Dümmer Vogelschau allen am Dümmer vertretenen Vogelarten als Präparat ins Auge zu schauen.

Entlang des naturbelassenen Westufers folgt die weitere Route dem Naturerlebnispfad mit einigen unterhaltsamen Hintergrundinformationen zur Natur am Dümmer. Nachdem man die Hunte überquert hat, liegt der Schäferhof auch schon in Sichtweite. Das Ziel der Tour ist nach etwa 30 km wieder erreicht.

Weitere Tourenvorschläge gibt es bei den Tourist Informationen am Dümmer: www.duemmer.de
www.dammer-berge.de


Ein Sponsoringprojekt der ZF Friedrichshafen AG